Die 5 wichtigsten Regeln beim Hobby Horsing: So bist du bereit fürs Turnier

Hobby Horsing sieht nach wahnsinnig viel Spaß aus – und das ist es auch! Aber wer denkt, hier wird nur planlos über die Wiese gehopst, der irrt sich gewaltig. Der finnische Trendsport ist eine ernsthafte Disziplin, die den echten Reitsport bis ins Detail adaptiert. Wer auf Turnieren antreten oder einfach nur professionell trainieren möchte, muss sich an klare Vorgaben halten.

Egal, ob du gerade erst anfängst oder schon deinen ersten Parcours planst: Hier sind die 5 wichtigsten Regeln beim Hobby Horsing, die du unbedingt kennen musst.

 

1. Die richtige Körperhaltung: Spannung bis in die Fußspitzen

Beim Hobby Horsing bist du Reiter und Pferd in einem. Das bedeutet, dass die Richter (und auch du selbst beim Training) extrem auf deine Haltung achten.

  • Der Oberkörper: Muss aufrecht und stolz sein, genau wie beim echten Reiten. Ein krummer Rücken gibt Punktabzug!
  • Die Beine: Deine Beine simulieren die Bewegungen des Pferdes. Die Fußspitzen sollten bei Sprüngen und in der Dressur elegant gestreckt sein.
  • Die Hände: Du hältst dein Hobby Horse in der Regel mit einer Hand am Stecken und mit der anderen Hand die Zügel. Die Zügelführung muss ruhig und kontrolliert wirken.

 

 

2. Klare Gangarten zeigen

Einfach nur rennen gilt nicht! Du musst die klassischen Gangarten des Reitsports mit deinen eigenen Beinen sauber imitieren können:

  • Schritt: Ein ruhiger, viertaktiger Rhythmus.
  • Trab: Ein schwungvoller Zweitakt, bei dem du von einem Bein auf das andere federst.
  • Galopp: Ein dynamischer Dreitakt, bei dem ein Bein immer die Führung (den „Galoppsprung“) übernimmt.
  • Tipp für die Dressur: Je fließender und taktklarer du die Gangarten wechselst, desto besser ist deine Wertung.

 

 

3. Die Ausrüstung muss stimmen (und sicher sein!)

Nicht jedes Steckenpferd ist automatisch für den Turniersport zugelassen. Die Ausrüstung muss sicher und funktional sein.

  • Die Stocklänge: Der Stock (also der Teil, der unten aus dem Pferdekopf herausschaut) darf nicht zu lang sein, da sonst Verletzungsgefahr beim Springen besteht. Ideal sind meist etwa 30 bis 40 Zentimeter.

Das Gewicht: Besonders beim Springreiten über hohe Hindernisse brauchst du ein Pferd, das extrem leicht ist und dich nicht aus dem Gleichgewicht bringt.

 

 
 

4. Fehlerpunkte im Springparcours vermeiden

Wenn du dich für das Springreiten (Showjumping) entscheidest, geht es um Zeit und Fehlerfreiheit. Die Regeln sind hier fast identisch mit dem echten Reitsport:

  • Stangenabwurf: Reißt du oder dein Hobby Horse mit dem Stock eine Stange, gibt das Fehlerpunkte (meist 4 Punkte).
  • Verweigern: Bleibst du vor dem Hindernis stehen oder weichst seitlich aus, zählt das als Verweigerung. Nach der dritten Verweigerung bist du meist ausgeschlossen.
  • Parcourstreue: Du musst die Hindernisse in der exakt vorgegebenen Reihenfolge springen. Reitest du den falschen Weg, führt das zur Disqualifikation.

 

 

5. Fairplay und der Respekt vor dem „Pferd“

Das ist vielleicht die schönste und wichtigste Regel in der Hobby Horsing Community: Das Steckenpferd wird nicht wie ein Sportgerät behandelt, sondern wie ein echter tierischer Partner.

Nach einem anstrengenden Ritt wird das Pferd symbolisch gelobt, „abgetrenst“ und gepflegt. Ein grober Umgang mit dem Hobby Horse oder unfaires Verhalten gegenüber anderen Teilnehmern ist auf Turnieren absolut tabu und widerspricht dem Geist dieses tollen Sports.

Fazit: Hobby Horsing verlangt dir körperlich einiges ab und fördert gleichzeitig Taktgefühl und Ausdauer. Wenn du diese 5 Regeln beherzigst, bist du auf dem besten Weg zum Profi!

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