Der Weg an die Spitze: Aktuelles aus dem Hobby Horsing und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Hobby Horsing hat sich längst von einer kreativen Freizeitbeschäftigung zu einem ernstzunehmenden Leistungssport entwickelt. Mit strukturierten Verbänden, internationalen Wettkämpfen und klaren Regelwerken wächst die Community kontinuierlich.

Auf dieser Seite fassen wir die wichtigsten Entwicklungen und Trends der Szene zusammen und erklären Schritt für Schritt, wie der Qualifikationsweg zur 2. Deutschen Meisterschaft verläuft.

1. Was gibt es Neues im Hobby Horsing?

  • Erstes deutsches Nationalteam aufgestellt: Ein bedeutender Schritt für die Professionalisierung ist die Formierung des ersten offiziellen deutschen Nationalkaders durch den Deutschen Hobby Horsing Verband e. V. (DtHHV). 21 Athletinnen und Athleten repräsentieren Deutschland künftig bei internationalen Wettkämpfen.
  • Blick auf die Europameisterschaft: Der internationale Dachverband (International Hobbyhorse Federation, IHHF) richtet in Prag die erste Europameisterschaft aus. Disziplinen wie Springen, Dressur, Western und Hochsprung stehen auf dem Programm.
  • Fokus auf Athletik und Fachwissen: Der Trainingsanspruch steigt kontinuierlich. Neben dem Nachreiten von Hufschlagfiguren stehen gezieltes Ausdauertraining, Sprungkraft und Körperkoordination im Vordergrund. Auch Standardwerke und Regelbücher zur Reittechnik prägen zunehmend den Trainingsalltag.

2. Der Weg zur 2. Deutschen Meisterschaft

Die 2. Deutsche Meisterschaft im Hobby Horsing findet im Sport- und Freizeitzentrum Frankfurt-Kalbach statt. Wer in Kalbach an den Start gehen möchte, muss sich über den offiziellen Qualifikationsweg des DtHHV qualifizieren.

Die Teilnahmevoraussetzungen auf einen Blick

  1. Mitgliedschaft: Startberechtigt ist, wer Mitglied im DtHHV ist.
  2. Wohnsitz: Der Hauptwohnsitz muss seit mindestens einem Jahr in Deutschland liegen.
  3. Mindestalter: Teilnehmende müssen im Jahr der Meisterschaft mindestens 9 Jahre alt werden.

3. Die Qualifikationskriterien im Detail

Das Qualifikationssystem wurde entwickelt, um sportliche Fairness über verschiedene Regionen hinweg zu gewährleisten.

Qualifikationsablauf:
Turnier 1 (Ergebnis 1) + Turnier 2 (Ergebnis 2) ➔ Gesamtwertung/Punkte ➔ Ranking (Top 20 qualifizieren sich)

DisziplinAltersklassenPrüfungsanforderungenQualifikationskriterium
DressurU12, U15, U21, U31, U99Eine schwere Aufgabe, die auswendig geritten wird (Vorlesen nur in U12 erlaubt).2 Turnierteilnahmen: Der Notendurchschnitt aus beiden Starts muss mindestens 7,0 betragen. Die Punktbesten im Bundes-Ranking qualifizieren sich.
StilspringenU12 & Ü30 (50 cm), U15 (60 cm), U21 & U31 (70 cm)Bewertung von Ausführung, Rhythmus und Haltung über Hindernissen.2 Turnierteilnahmen: Auch hier gilt eine Durchschnittsnote von mindestens 7,0. Die 20 punktbesten Teilnehmenden der jeweiligen Altersklasse qualifizieren sich.
ZeitspringenU12 & Ü30 (50 cm), U15 (60 cm), U21 & U31 (70 cm)Wertung nach Fehlern und Zeit.2 Turnierteilnahmen: Es werden keine Punkte vergeben. Die Ergebnisse (Fehler und Zeit) beider Starts werden addiert. Die 20 schnellsten Teilnehmenden fahren zur DM.

Warum müssen zwei Qualifikationsturniere absolviert werden?

Da Richterwertungen auf einzelnen Turnieren schwanken können, dient die Auswertung aus zwei Starts als gerechter Leistungsnachweis. Bundesweit werden Qualifikationsturniere angeboten, verteilt auf vier Qualifikationsgebiete (Schleswig-Holstein; Niedersachsen; Rheinland-Pfalz/Hessen/Saarland; Baden-Württemberg/Bayern). Sportlerinnen und Sportler können die Turnierorte innerhalb Deutschlands frei wählen.

Der Qualifikationsmarathon zeigt eindrucksvoll, wie strukturiert der Sport in Deutschland inzwischen aufgestellt ist. Wir drücken allen Aktiven auf dem Weg nach Frankfurt die Daumen! Sollten sie Fehler oder Anmerkungen zu diesem Beitrag haben, scheiben sie uns bitte einen kurzen hinweis per E-Mail

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